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Ausgewählte Ausgabe: 11-2017 Ansicht: Modernes Layout
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To the top, please

Über 120 Interessierte, davon ein Drittel aus dem Ausland, waren am 20. und 21. September nach Zentralengland gekommen, um sich im Rahmen des Symposiums über verschiedenste Herausforderungen und Lösungen der Branche zu informieren. Entsprechend breit war das Themenspektrum der 29 Vorträge: Aspekte zu Normung, Planung, Erdbebensicherheit, Geschichte, Energie und Ausbildung wurden ebenso diskutiert wie zur sicheren Technik des Gesamtsystems und seiner Komponenten.


Blick in den bis zum letzten Platz gefüllten Vortragssaal

Blick in den bis zum letzten Platz gefüllten Vortragssaal

Mit neun Personen war die Gruppe der deutschen Besucher/innen die zahlenmäßig Größte aus dem Ausland, die am weitest Gereisten aber kamen aus Malaysia, Japan und Australien. Weshalb aber kommt man zu einer solchen Veranstaltung weit ab von Großstädten und Industrie? Die Antwort gab Gerhard Thumm von ThyssenKrupp Elevator Innovation/Deutschland: „Mich interessieren natürlich die fachlichen Inhalte. Genauso wichtig sind aber auch die vielen Gelegenheiten, sich mit Kollegen aus aller Welt in Ruhe auszutauschen.“ Auch Raghib Bin Fasih Azmi aus Malaysia äußerte sich entsprechend: „Wir haben die EN 81–20/-50 in Malaysia adaptiert. Daher bin ich gerne die 17 Stunden hierher geflogen, um den aktuellen Stand der Umsetzung der neuen Normen in Vorträgen zu hören und in den Pausen zu diskutieren.“

Organisatorischer Rahmen des Symposiums

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Lebendiges Konferenzdinner am Mittwoch-Abend

Die Veranstaltung belegte diese Erwartungen eindrucksvoll. Sie wird von einem gemeinnützigen Trust veranstaltet, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Aus- und Weiterbildung in der Aufzugs- und Fahrtreppentechnologie sowie damit verbundenen Themen zu fördern. Der Trust wird unterstützt von der Universität Northampton, der Chartered Institution of Building Services Engineers (CIBSE) und der Lift and Escalator Industry Association (LEIA) beide London/UK. Die Arbeiten werden weitgehend ehrenamtlich von einem Management-Team sowie zwei Organisations-Ausschüssen bewältigt. Weitere Informationen dazu unter https://liftsymposium.org
Die Themenvielfalt und Qualität der Vorträge wurde durch einen Call for Papers und ein Peer Review im international besetzten wissenschaftlichen Ausschuss vorab gesichert. Die 15 Minuten Vorträge plus fünf Minuten Fragen/Antworten dienten als „Appetithäppchen“ für eine nähere Beschäftigung mit dem Thema sowie eine vertiefte Diskussion mit dem Redner und anderen Interessierten in den langen Pausen. Weitere Anregungen konnte man auch in der begleitenden Fachausstellung mit acht Firmen und Institutionen gewinnen, die sich um ihre Teilnahme ebenfalls sehr frühzeitig beworben hatten.
Die Rahmenbedingungen in einem überschaubaren Konferenz-Hotel garantierten Kommunikation mit Gleichgesinnten sozusagen rund um die Uhr. Das weitläufige Hotelgelände liegt rund 10 km außerhalb von Northampton im Grünen. Hinter hohen Mauern und Zäunen finden sich eine eigene Farm und viele verschiedene kleine Wohnhäuschen mit den Hotelzimmern. Das Haupthaus ist eine ehemalige Poststation aus dem 17. Jahrhundert. Dort traf man sich im typisch englischen Pub zum Bier, im Wintergarten zum Kaffee oder Tee mit Kuchen, im Restaurant zu den ausführlichen Mittagessen und im großen Saal zu den Vorträgen wie auch zum Abendessen in bester Qualität mit begleitenden Weinen.

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Autoren
Undine Stricker-Berghoff

Dipl.-Ing. (TU), CEng Undine Stricker-Berghoff

MEI VDI, Coach und Consultant für Management und Marketing in der Energie- und Gebäudetechnik, ProEconomy, Travemünde.

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