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Ausgewählte Ausgabe: 11-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Neue Konzepte für Wohngebäude verordnet

Mit dem Inkrafttreten der Energieeinsparverordnung (EnEV) kamen auf Lüftungsanlagenbauer sowie Bauherren große Herausforderungen zu. Doch mittlerweile gibt es Lösungen: Ausgeklügelte Konzepte ermöglichen heute die nutzerunabhängige Lüftung gemäß DIN 1946–6.


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Um eine hohe Luftqualität in Einfamilienhäusern zu erzielen, werden mittlerweile verschiedene Möglichkeiten zur energieeffizienten Lüftung angeboten

Die Anforderungen sind breit: Da die Gebäudehülle von Neubauten und sanierten Häusern nahezu luftundurchlässig ist, muss ein Mindestluftwechsel auf andere Weise garantiert werden, um Schäden, die etwa durch die Bildung von Schimmel entstehen können, vorzubeugen. Daneben sollen unangenehme Gerüche, die sich vor allem in Küche und Bad ausbreiten, schnell und energiesparend gegen frische Luft ausgetauscht werden. Zugleich dürfen Straßenlärm und Schmutzpartikel nicht in die Wohnung eindringen (Bild 1).
Früher wurden die Mauern deutlich luftdurchlässiger gebaut. Das bedeutete jedoch auch einen hohen Energieverlust. Heute dagegen wird von den Gebäuden ein hoher Energieeffizienzgrad verlangt, was die Erstellung und Umsetzung eines passenden Lüftungskonzepts immens erschwert. Deshalb muss nach DIN 1946–6 nun auch eine nutzerunabhängige Lüftung im Gebäude gewährleistet sein – egal, ob die Bewohner nur zwei Stunden das Haus verlassen haben oder mehrere Wochen im Urlaub verbringen. Besonders im zweiten Fall können sich durch unzureichendes Lüften Schimmelpilze ausbreiten.

Gute Planung der Lüftungstechnik beugt Risiken vor

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Ein Planungsservice in Anlehnung an die DIN 1946–6 ermöglicht die optimale Abstimmung von Lüftung und Schallschutz auf Innen- und Außenbedingungen

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Um eine nutzerunabhängige Lüftung zu erreichen, ist es wichtig, bei der Planung sowohl die Außenbedingungen als auch das Gebäude inklusive Raumaufteilung in die Berechnungen mit einzubeziehen

Um derartige Risiken zu vermeiden, bietet die Lunos Lüftungstechik GmbH einen umfassenden Planungsservice bei Neubauten an (Bild 2). Der Nachweis der Notwendigkeit von lüftungstechnischen Maßnahmen bezogen auf die vier in der Norm genannten Lüftungsstufen wird erbracht, indem mehrere Parameter in die Berechnungen miteinbezogen werden. Dazu gehören die Anzahl, Größe und Lage der einzelnen Räume – insbesondere der Funktionsräume wie Küche und Bad – die ein wichtiges Kriterium für die Auswahl der richtigen Lüftungsanlage darstellen. Zudem werden die Außenluftvolumenströme genauer betrachtet und die Infiltrationsvolumenströme berechnet.
Des Weiteren werden der Wirkungsgrad und die Effizienz des geplanten Lüftungssystems sowie die Schalldämmung der Außenwand in Verbindung mit Lüftungskomponenten berechnet. Im Anschluss an alle notwendigen Berechnungen wird eine komplette Materialliste erstellt, die beispielsweise die benötigten Ventilatoren und Außenwand-Luftdurchlässe enthält, um eine optimale nutzerunabhängige Lüftung zu erreichen. Wichtig ist es, das Gebäude bei der Planung ganzheitlich zu betrachten und die einzelnen Räume zueinander in Beziehung zu setzen. Nur so kann ein energieeffizientes System installiert werden (Bild 3).

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Autoren

 Cora Dünkel

Marketing Managerin bei LUNOS Lüftungstechnik GmbH, Berlin.

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