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Ausgewählte Ausgabe: 11-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Trinkwasserhygiene im Fokus

Auf dem Gelände des Universitätsklinikums Frankfurt am Main wird derzeit an mehreren Stellen gebaut. Zu den Baumaßnahmen zählt die Errichtung des Hauses 23 D, E und F. In diesem Bereich werden Rohrleitungssysteme für Trinkwasser eingesetzt, die höchsten Ansprüchen an die Hygiene genügen.


Bild 1 Auf dem Gelände des Universitätsklinikums Frankfurt am Main wird das Haus 23 um die Anbauten D, E und F ergänzt

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Auf dem Gelände des Universitätsklinikums Frankfurt am Main wird das Haus 23 um die Anbauten D, E und F ergänzt

Eine Stadt in der Stadt – so könnte man das Universitätsklinikum Frankfurt am Main nennen. Auf dem 433 200 m² großen Gelände sind alle medizinischen Fachrichtungen zusammengefasst, rund 4 600 Mitarbeiter sind hier beschäftigt. An den Zentralbau Haus 23 angrenzend wird aktuell ein neuer Bauabschnitt errichtet. Ziel ist es, damit die eingeleitete betrieblich-bauliche Entwicklung fortzuführen. Die Bauherrenschaft liegt in Händen des Landesbetriebs Bau und Immobilien Hessen (LBIH) bzw. der Universitätsklinik Dezernat 4 „Bauliche Entwicklung“. Für die Gewerke Heizung und Sanitär wurde nach der öffentlichen Ausschreibung die Maßalsky GmbH aus Glauchau beauftragt. Bei früheren Projekten der Uniklinik hatte sich die gute Zusammenarbeit mit dem Bauherrn bereits bewährt. Im Neubau Haus 23 D, E und F (Bild 1) werden später neben den Patientenzimmern Behandlungs- und Funktionsräume zu finden sein. Im Hinblick auf die Hygiene ist die Verrohrung für Trinkwasser besonders wichtig. Dies sollte grundsätzlich bereits in der Planungsphase entsprechend bedacht werden.

Vorbeugen ist besser – Planungsaspekte

Die DIN EN 806 (Technische Regeln Trinkwasserinstallation) gibt vor, dass eine Installation für eine kalkulierte Lebensdauer von 50 Jahren den funktionalen Anforderungen entsprechen muss, keinen Schaden anrichten und die Gesundheit nicht gefährden darf. Neben der Einhaltung des Bleigrenzwertes beinhaltet dies auch, das Entstehen und die Ausbreitung von Mikroorganismen zu unterbinden. Sie entwickeln sich insbesondere durch Stagnation des Wassers, Eintrag von Nährstoffen und wachstumsfördernde Temperaturen.
Optimierte Rohrleitungsverläufe, exakte Dimensionierung und entsprechende Werkstoffe unterbinden solche negativen Punkte weitgehend. Die bedarfsgerechte Auslegung stellt sicher, dass bereits im normalen Betrieb ein ausreichender Wechsel des im System befindlichen Wassers stattfinden kann. Die Entnahmestellen werden in Schleifenform oder als Ringleitung ausgeführt. Darüber hinaus sind Probeentnahmeventile zu installieren, um ggfs. die vorgeschriebenen Prüfungen möglichst einfach durchführen zu können.


Die Temperaturen von Kalt- und Warmwasserleitungen sind durch fachgerechte Verlegung und Dämmung zu begrenzen. Zu den wichtigen Maßnahmen zählen der Abstand der Kaltwasserleitungen zu wärmeführenden Installationen, keine Durchführungen durch Heizestriche sowie separate Schächte für Steigleitungen. Auf diese Weise wird garantiert, dass Kaltwasser maximal bis 25 °C erwärmt wird und die Temperatur des Warmwassers nicht unter 55 °C sinkt. Diese Werte gelten für alle Teile des Systems.

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Autoren

 Dieter Groß

Leiter Technisches Marketing bei der Sanha GmbH & Co. KG, Essen.

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