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News26.07.2010 Starker Aufschwung, aber noch kein nachhaltiges WachstumDas weltweite Konjunkturklima zeigt sich zur Jahresmitte 2010 weiterhin sehr freundlich. In den bisher sehr dynamischen Wachstumszentren expandiert die Wirtschaft weiterhin. Vom gestiegenen Güterbedarf profitiert die deutsche Wirtschaft. Der Impuls aus dem Außenhandel spiegelt sich nicht allein in den Auftragseingängen wider. Zunehmend überträgt sich der Impuls auf die Produktion und die inländische Investitionsgüternachfrage. Unter dem Eindruck guter Perspektiven für das Jahr 2010 zeigt sich der Arbeitsmarkt fortgesetzt in äußerst robuster Verfassung. Die Frühjahrsbelebung hat sogar einen Anstieg der Beschäftigung nach sich gezogen, die Kurzarbeit wird immer stärker zurückgefahren. Der BDI hat schon vor einem halben Jahr ein Wachstum von zwei Prozent für möglich gehalten. Diese Einschätzung wird von der bisherigen Entwicklung immer mehr bestätigt.
Die Konjunktur gibt Anlass zum Optimismus, aber nicht zur Euphorie. Die Aufholphasen nach Wirtschaftskrisen, die ihren Ausgang auf den Finanzmärkten genommen haben, sind erfahrungsgemäß langwierig. Die zu beobachtende V-förmige Aufwärtsbewegung ist das Ergebnis von massiven, weltweit ergriffenen Konjunkturprogrammen und der Revision von Übertreibungen auf den Märkten. Neue Risiken bilden sich neben dem hohen Niveau der Rohstoffpreise auch wieder von den Finanzmärkten aus: Bankenabgabe, Finanztransaktionssteuer und höhere Eigenkapitalanforderungen an das Bankensystem werden die Unternehmensfinanzierung unter Druck setzen. Zur makroökonomischen Unsicherheit trägt auch die Schieflage vieler öffentlicher Haushalte weltweit bei. Konsolidierung auf der Ausgabenseite und die Stärkung von Wachstumskräften haben deshalb auch in Deutschland oberste Priorität.
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