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26.02.2013

Das Graduiertenkolleg Gebäudetechnik & Energieeffizienz von HM und TUM bietet Promotion mit Struktur

Mehr Forschung, ein wissenschaftlicher Mittelbau und kooperative Promotionen: Der Forschungsbereich der Hochschule München hat in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung erlebt. Besonders fruchtbar ist gerade bei kooperativen Promotionen die Verbindung von angewandter Forschung an Hochschulen für angewandte Wissenschaften, Grundlagenforschung an Universitäten und Wirtschaftspraxis. Einen besonderen Meilenstein stellte deshalb die Eröffnung des kooperativen Graduiertenkollegs Gebäudetechnik & Energieeffizienz von Hochschule München und TU München im November dar. Gefördert wird dieses vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst.

Trotz der erfolgreichen Etablierung von kooperativen Promotionen wird das deutsche Wissenschaftssystem nur langsam durchlässiger. Die Suche nach betreuenden UniversitätsprofessorInnen zum Beispiel ist für Doktoranden an Hochschulen für angewandte Wissenschaften eine besondere Herausforderung. Wenn der persönliche Kontakt zu UniversitätsprofessorInnen fehlt, kämpfen die AnwärterInnen mit Akzeptanzproblemen oder müssen lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Oft finden sich BetreuerInnen nur in weiter Ferne, jenseits der deutschen Grenzen. Zudem fehlen klare Strukturen und Richtlinien.

Im neuen Graduiertenkolleg wird Doktoranden an der Hochschule München eine leichtere Durchführung ihres Promotionsvorhabens ermöglicht Durch die Betreuung eines Professorentandems von TU und HM für die Doktorarbeit wird hervorragende Forschung gefördert. „Das korporative, strukturierte Umfeld und die Teilnahme an der TUM Graduate School erleichtern Vernetzung, Internationalisierung und Interdisziplinarität“ erklärt Prof. Dr. Ernst Rank, Leiter der TUM Graduate School.

Das Forschungsprogramm umfasst drei Forschungsbereiche: Gebäudehülle und Bauphysik, Gebäudeausrüstung und -betrieb sowie Energiebereitstellung und -wandlung. Die Promotionsvorhaben reichen dabei von der Lebenszyklus- und Energieverbrauchanalyse von Niedrigstenergiegebäuden über die energetische Optimierung von Gebäuden bis zur Tiefengeothermie. Neben der Forschung steht immer auch die Entwicklung von Empfehlungen für die Praxis im Vordergrund.

Dazu kommt ein breites Qualifikationsprogramm, beispielsweise mit Workshops zu Publikation, Präsentation, Projektmanagement oder Unternehmensgründung. Die Doktoranden entwickeln als Gruppe eine eigene Identität und können sich durch regelmäßigen Kontakt zur Wirtschaftspraxis, z. B. am jährlich stattfindenden Graduiertentag, auch beruflich positionieren.

„Die Promotion ist ein Schlüsselfaktor, um talentierte Absolventinnen und Absolventen an der Hochschule zu halten und Forschungsarbeit zu etablieren. So können wir einer Abwanderung von Know-how entgegenwirken“, sagt Prof. Dr. Christiane Fritze, Vizepräsidentin für Forschung und Entwicklung. Dazu müssten aber auch mehr Anreize für Lehrende geschaffen werden, um diese für die Betreuung zu gewinnen – zum Beispiel in Form einer Entlastung im Bereich der Lehre.



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